Magical Mystery Tour

16. März 2009

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Wir sind ja jetzt alle alt genug, um mit diesem Zustand der ständigen Desillusionierung fertigzuwerden (ansonsten empfehle ich den Besuch in der School of Life), deshalb habe ich keine Skrupel, euch mitzunehmen in zwei der traurigsten Städte der Welt – und wenn ihr meint, ihr könnt nicht mehr, haltet euch vor Augen, daß ich vor Ort war, um diese Fotos zu machen, und hätte ich nicht Beatles-verachtenden, fußballnärrischen Beistand gehabt, ich hätte bestimmt geweint.

Es hat einen Grund, daß man die Touristeninformation von Birmingham nicht mal findet, wenn man direkt davor steht: Außer einem riesigen Einkaufszentrum mit seltsamen blauen Noppen gibt es dort so gut wie nichts, und da es gleich neben der Information ist, braucht man dafür nicht gerade einen Stadtplan.

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Das Zentrum nennt sich Bull Ring und markiert den evolutionären Höhepunkt der Marktplatzbesiedlung seit dem 12. Jahrhundert. Der Name leitet sich von den Ringen her, an denen die Viecher zur Schlachtbank geführt wurden, was auf den ersten Blick etwas makaber erscheinen mag, aber da wir ja bekanntlich alle vom Konsum geleitet werden, ist das vielleicht gar nicht so unpassend.

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Der Bulle ist dann auch gleich zum Stadtsymbol aufgestiegen, hier einmal in der Einkaufspassage zu sehen (im Vordergrund: Konsumenten, im Hintergrund: Schlußverkauf), und unten rechts im Bild aus Coladosen (ich verkneife mir einen Kommentar, jeder weiß ja, daß es da um Konsumkritik gehen muß) im Kellergeschoß der Universität von Birmingham. Unwillkürlich muß ich mich fragen, wo Berlin eigentlich seinen Bären herhat, aber vielleicht möchte ich das lieber nicht wissen.

Wofür Birmingham sonst noch steht, wie offenbar alle diese Industriestädte, ist Fußball. Dies ist das Stadion von Aston Villa, über deren Ligastatus, Vereinsgeschichte, Torzahl oder Mitgliedsbeiträge ich absolut rein überhaupt gar nichts weiß.

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Aus dem Birmingham-Werbeprospekt: „Man trifft dort auf den bekannten Fußballkenner F. G., der vor längerer Zeit aus D ausgewandert is, um in UK ein neues Leben zu beginnen. Dabei landete er in Birmingham und ist dort ein gefragter Mann, was Fussball angeht.“ Soviel zur Theorie. Am Ende mußte der gefragte Fußballexperte sich aber doch heimlich mit mir in das Stadion hineinschleichen, weil keine Tour mehr zu bekommen war. Und ist nun stolzer Besitzer einer unrechtmäßig erworbenen Weinkarte aus einer der Boxen, in der sonst nur die richtig großen Tiere sitzen.

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Er konnte sich dann aber doch von der philosophischen Betrachtung des englischen Rasens lösen (aber wie die die Streifen machen, frage ich mich selbst manchmal), und wir haben getan, was mir mein Mitbewohner aus Birmingham empfohlen hat: wir sind nach Liverpool weitergefahren. Und wenn ich mich nicht im Tausch gegen rituelle Beatles-Rundgänge zum Besuch bei Everton (Club 1) und dem Liverpool FC (Club 2) verpflichtet hätte, wär mir nie dieses unglaublich traurige Stadtmotto ins Auge gefallen:

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Um mal einen Übergang zu probieren, der eines Vinzenz von Beauvais würdig wäre (und dann ging Caesar über die Rheinbrücke zu den Germanen, was ja im dritten Teil Galliens liegt, denn Gallien ist insgesamt in drei Teile aufgeteilt…): Grün haben sie in Liverpool dafür ziemlich wenig, zumindest im Stadtzentrum, wo unser Hotel war.

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Übrigens stimmt es, was man über die Menschen in Liverpool sagt: Sie sind unglaublich freundlich, ständig fragen sie einen, ob man sich verlaufen hat oder sie einem sonst irgendwie weiterhelfen können. Vielleicht können sie sich einfach nicht vorstellen, daß jemand freiwillig zu Besuch kommt? Durch tatkräftige Hilfe haben wir dann auch die Touristeninformation gefunden (ich glaube, ich habe durch Reisen mit meinem Vater Schaden genommen!) und sind nun aufgeklärt, was es über Liverpool zu wissen und zu sehen gibt:

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1. Sie haben einen Hafen. Das neugemachte Albert Dock (links) ist die große Attraktion, wo sich die meisten Touristen eigentlich die ganze Zeit über aufhalten. Mitte links: Baukräne zur Renovierung weiterer Hafenabschnitte. In der Mitte hübsche und berühmte alte Häuser: das Royal Liver Building, das Cunard Building und das Port of Liverpool Building, da ihr sie sowieso nicht ordentlich sehen könnt, ist die Reihenfolge auch egal. Weiter rechts ein unansehnlicher Teil der Stadt, in der man hauptsächlich beanzugte Männer (man kann sie wohl auch „Pinguine“ nennen, habe ich gelernt, aber ich war mir nicht sicher, ob das schon allgemein verlautbart wurde) trifft.

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2. Sie haben eine der scheußlichsten Kathedralen der Welt: die Metropolitan Cathedral of Christ the King, ein riesiges Zirkuszelt aus Beton, und nein, sie ist auch von innen nicht viel schöner. Es gibt viele Kirchen in Liverpool, und sogar noch eine weitere Kathedrale, die sehr viel ehrfurchteinflößender war als diese, aber da haben wir einen Kinderchor gesehen, daß einen das kalte Grause befällt. Ob das für meine Eltern früher auch so schlimm war?

3. 2008 war Liverpool europäische Kulturhauptstadt. Das zeigte sich vor allem daran, daß ein französisches Kunstprojekt eine gigantische Metallspinne namens „La Princesse“ durch die Stadt geschickt hat. Was haben die Leute nur mit riesigen Spinnen? Hier, hinter dem alten Rathaus, haben sie jedenfalls ein kleineres Format zur Erinnerung untergebracht.

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Ein weiteres Kunstprojekt ist die „SuperLamBanana“, eine sehr gelbe Kreuzung aus Lamm und Banane. Natürlich ist das Gentechnologiekritik und keineswegs dafür gedacht, daß sich Leute unterstellen und endlich, endlich auch mal von einem riesigen Schaf beschützt werden, aber was wollen sie machen, am Ende macht ja sich ja doch jeder seinen eigenen Reim auf Kunst. Und wo wir gerade bei Kunst sind: Entweder ich sehe von meiner genialen Zwiebelbekleidungstechnik ab, oder ich gebe dem Fotografen nächstes Mal genauere Instruktionen, mich nicht so unvorteilhaft aussehen zu lassen!

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4. Für alle, die es noch nicht wußten: Die Beatles kommen aus Liverpool. Die Gegend, in der die Herren aufgewachsen sind, sieht aus wie irgendwas zwischen Wilhelmsruh und Märkischem Viertel, also kann man getrost nach Pankow fahren, um einen realistischen Eindruck zu gewinnen.

Die Matthew Street, in der sich der legendäre Cavern Club befindet, ist eine Ansammlung von Clubs mit zweifelhaftem Auftrag und Touristenfallen, und wenn man nach unfreundlichen Menschen in Liverpool sucht, findet man sie mit großer Wahrscheinlichkeit hier hinter manchen Kassen.

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Den Cavern Club gibt es überall im Internet, aber diese etwas makabre Huldigung an der Wand gegenüber ist schon etwas Besonderes:

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Die zwei großen Pilgerstätten haben wir natürlich auch mitgenommen, und ich war angemessen desillusioniert. Wir hatten aber Glück, daß das Straßenschild an der Penny Lane noch vorhanden war, wie mich Wikipedia aufgeklärt hat, ist street sign theft nämlich ein besonders beliebtes Verbrechen.

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Und was Strawberry Field betrifft, das ehemalige Kinderheim der Heilsarmee – nun, es ist ja bekannt, daß bei dem Lied Drogen im Spiel waren, die lassen das Ganze wahrscheinlich gleich viel ansprechender aussehen. Links und rechts auf den Pfeilern steht jeweils „Strawberry Field“, in der Mitte liegt Müll, weil England grundsätzlich unter Mülltonnenarmut leidet, und oben in der Mitte hängt ein Schild, das bedauert, daß Menschen diesen „Schrein derart entweihen“. Wozu man wirklich nur sagen kann: Nothing is real, and nothing to get hung about.

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Wahrscheinlich ist es längst deutlich geworden, daß ich die Reise eigentlich schön fand: Soll man mir doch Deutsch-Sein nachsagen, aber gelegentlich ist es einfach sehr befreiend, sich mal über alles aufzuregen! Statt aber den leichten Weg zu nehmen und ein sogenanntes Emoticon zu verwenden, um das zum Ausdruck zu bringen, gebe ich euch zum harmonischen Abschluß lieber eine nächtliche Stadtsilhouette, die sehen nämlich irgendwie immer schön aus.

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15. März 2009

An dieser Stelle ist Silvester doch schon allzu kalter Kaffee, daher werde ich alle Pläne über den Haufen werfen und andere Dinge erörtern, die wichtiger sind.

Zum Beispiel kommt man – das hatte ich letztes Mal vergessen – nicht alle Jahre ins Sherlock-Holmes-Museum (hoffentlich auch nicht, das nur am Rande, zu Silvesterveranstaltungen, für die man von 9 bis 12 in Eiseskälte auf die schwarze Themse starrt), obwohl das eigentlich ganz niedlich ist: ein ganzes Haus haben sie eingerichtet (oder nicht renoviert, das kann man hier nie so genau sagen), überall stehen unheimliche Wachspuppen herum (auch mein Krimi-Trauma „Das gefleckte Band“ kam zur vollen Entfaltung), und sie haben eines dieser typisch englischen Beispiele dafür, daß ein Übersichtsplan mit Übersicht nicht viel zu tun haben muß. Außerdem steht in einem der zahlreichen Kaminzimmer (in jeder Etage ist mindestens eins) ein freundlicher Herr, der unseren tiefsten Wunsch sofort durchschaut hat:

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Wo ich schon nur den Watson geben konnte (er hat aber auch den schickeren Hut!), muß ich jetzt hier, wenn auch viel viel viel zu spät, mal auftrumpfen: Mitte Januar haben wir die 5cm-Grenze gesprengt, von wegen „das können nur die Kanadier gut“!

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Innerhalb von einer Nacht war ganz London lahmgelegt, die Tube-Fahrer haben die Gelegenheit genutzt und blaugemacht (und ich dachte immer, die führen unterirdisch…), und in solchen Fällen ist natürlich Solidarität angesagt, deshalb fuhren die Busse einfach auch nicht, und niemand kam irgendwohin.
Es war zweifellos nur mein Kurs, in dem alle Teilnehmer aufgetaucht sind… Und ich habe gehört, daß die Undergrads vom King’s College Kurse geschwänzt haben, für die sie nur vom Wohnheim aus über die Straße hätten gehen müssen! Bei der Arbeitsmoral wundere ich mich über gar nichts mehr.

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An meiner eigenen Arbeitsmoral muß ich aber auch arbeiten, deshalb sollen es heute zwei Beiträge zum Preis von einem werden, mal sehen, wie weit ich mit dem Sortieren komme.

22. Februar 2009

Ich muß zugeben: it’s been awhile. Viel schlimmer aber als die Tatsache, daß auch ich mich gegen Frühjahrs- und Aufsatzmüdigkeit und die im Wohnheim kursierende Erkältung nicht angemessen zur Wehr setzen konnte, ist, daß ich es nun mit einem ungeheuren Wust an Bildern zu tun habe, die bis ins letzte Jahr zurückgehen und selbst dem eingefleischtesten Diashow-Fan die Tränen in die Augen treiben würden.
Was nun also tun? Wie man ja an meinem furchtbaren Akzent hören kann, bin ich Deutsche, und deshalb per definitionem nur glücklich, wenn ich einem System folgen kann; ich habe mich für die Aufteilung in Themenblöcke entschieden. Dieser hier heißt „noch mehr sightseeing in london“ und enthält völlig überraschend Fotos von Orten, an denen man nur Touristen trifft, die sich in der eigenen Sprache peinlich verhalten.

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Eine gute Mischung peinlicher deutscher und holländischer Touristen habe ich letztes Jahr mit Miriam im Tower getroffen. Aber er ist trotzdem jeden Penny wert, und es stecken eine Menge Pence in 14 Pfund…
Für die Tour soll man nach dem Prospekt ungefähr 4 Stunden einplanen, aber wir sind um 10 hineingegangen, hatten ein zügiges Tempo und haben es dann trotzdem gerade so geschafft, vor Torschluß um 5 wieder rauszukommen. Hier ein kleiner Überblick:

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Man kann in fast jedes Gebäude hineingehen, und sie sind alle gut zurechtgemacht und mit der modernsten Informationstechnik ausgestattet. Mir haben aber am besten die kleinen Hinweise gefallen, die einem z.B. erklären, wie man eine Armbrust hält oder sich im Fall einer Invasion in Deckung bringt oder daß man Kettenhemden nicht naßmachen soll. Oder, wie in diesem Fall, daß die Menschen im Mittelalter gern im Sitzen schliefen. Ach so…?

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Hier sind sie bemüht, ihre Hinrichtungsgeschichte durch ein Denkmal und ein schwülstiges Gedicht ein bißchen auszubügeln. Ich muß sagen, daß ich ein gläsernes Kissen irgendwie unangebracht finde, wenn man bedenkt, daß es um gerollte Köpfe geht, aber das könnte auch englischer Humor sein.

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Dieses Bild habe ich ausgewählt, weil es ein bißchen die Atmosphäre wiedergibt, aber die Touristen ausspart (ich weiß nicht, wo sie hin sind, es waren so viele, sie müssen alle hinter uns stehen!).

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Links im Bild ein Teil vom white Tower, dem Zentralgebäude, das eine seltsame Militärgeschichtsausstellung beherbergt. Der ranzige kleine Mauerrest in der Mitte gehört zur römischen Stadtmauer Londons.
Ähnlich wie die Römer auf dem Kapitol haben auch die Engländer ihre heiligen Vögel, wenn auch leider keine Gänse, sondern ein bißchen was unheimlicheres:

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Es geht die Legende, daß England untergeht (oder so), wenn die Raben davonfliegen. Es hat schon was sehr pragmatisches, daß sie einigen von ihnen darum einfach die Flügel stutzen! Sonst scheint es ihnen aber ganz gut zu gehen, und um 15.30 huscht ein Mann im roten Anzug durch die Anlage, um die Raben ins Bett zu bringen, das ist schon irgendwie nett.
Für die Fraktion „es glitzert, es ist sinnlos, ich will es“ gibt es in der Daueraustellung samt pathetischer Musik und allem, was dazugehört, die Kronjuwelen zu sehen. Man darf sie leider nicht fotografieren, sondern muß auf zwei Laufbändern links und rechts daran vorbeifahren, möglichst ohne verdächtige Bewegungen zu machen. Aber wo das Pfund gerade so schwach ist, wär es auch gemein von mir, alles zu verraten, dann bräuchte ja kein Tourist mehr kommen und die Wirtschaft ankurbeln!

Dieses Jahr habe ich nun mit Fine endlich die St. Paul’s Cathedral von innen gesehen, die nur erfrischende 9 Pfund kostet, und konnte sogar zwei schlechte Fotos schießen, bevor man uns erwischt hat:

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Nun kann man jederzeit unendlich viele schlechte Bilder vom Inneren der Kathedrale im Internet finden, deshalb habe ich mir noch etwas mehr Mühe gemacht und bin einen Haufen Stufen zur steinernen Gallerie hinaufgelaufen, um diese Fotos zu machen:

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All diese Stufen dauern nicht so lange wie ein Flug nach New York, und trotzdem hat man so ein „Empire State Building“-Gefühl. In der Mitte das Gebäude, das so aussieht wie eine Rakete, ist eins von den Foster-Häusern, wie das Londoner Rathaus. Die Kräne sind nur Dekoration, glaube ich, ich seh da selten wen arbeiten.

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Der „Old Bailey“ ist der Strafgerichtshof des Königreichs, in dem wohl seinerzeit auch über Guy Fawkes verhandelt wurde, natürlich zu seinen Ungunsten. Oben auf dem Dach steht Madame Justice, die in „V for Vendetta“ den Feuerwerkskünsten des Mannes mit der Guy-Fawkes-Maske zum Opfer fällt.

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Der Blick nach Westen und Süden. Ein Glück, daß die Themse da irgendwo ist, sonst käme ich mit den Himmelsrichtungen nie zurecht! Im Süden kann man am rechten Rand die Millenium Bridge und die Tate modern sehen, und in der Mitte, gerade hinter der Themse, das New Globe Theatre. Und wenn man sich konzentriert, kann man in weiter Ferne den Rauch der Bandenkriege aus dem supergefährlichen South London sehen, das ich Mutti versprochen habe nie zu betreten. Ich war aber doch da, einmal. Und eigentlich war es ganz nett!
Mehr als alles andere hat mich aber dann beeindruckt, daß die Toilette in St. Paul’s 1996 zum Klo des Jahres gewählt wurde! Und wehe, es kommentiert einer die Schärfe des Bildes, ich habe ohne Blitz fotografiert, denn noch peinlicher als so eine Plakette auszuhängen (von 1996! sie sind immer noch stolz darauf!) ist nur, sie zu fotografieren…

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Demnächst in diesem Programm: Silvester.

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