17. Mai 2008

Leider bin ich dann doch nicht mehr zu den Photos von der Grand Central Station gekommen, weil wir uns im Bahnhof geirrt haben und zur Penn Station mußten, und die war wirklich langweilig und außerdem hatten wir es etwas eilig. Aber wir haben unsere Bahn dann erwischt und direkt den ganzen Tag mit ihr verbracht. Immerhin haben wir das praktischerweise am zweifellos einzigen Regentag der Reise getan.

An der Grenze sind sie stundenlang nicht aus dem Knick gekommen. Als wir dann endlich, nach zwölf Stunden, Montréal erreichten, kommentierte die Zugführerin sehr fröhlich über den Lautsprecher: „Wir sind über eine Stunde verspätet. Eigentlich gar nicht so übel!“ Immerhin hatten wir so einen schönen Blick auf die Stadt, und ich habe den Sonnenuntergangsmodus auf Sabrinas Kamera testen können, den ich gerade entdeckt habe:

Genau in der Mitte des folgenden Bildes sieht man den namensgebenden Mont Réal, den wir morgen oder am Sonntag besteigen werden.

Der Zentralbahnhof war leider nicht gut abzulichten, aber er wäre ein Photo wert gewesen: Da kommen wir aus New York, einer wahnsinnig überfüllten Stadt, auf einem Provinzbahnhof an, in dem sie noch dazu schon das Licht ausgestellt haben! Aber vermutlich ist nach New York jeder Ort irgendwie kleinstädtisch.

Wie wohl jedes französischsprachige Gebiet sind aber auch die Francokanadier erpicht darauf, sich wichtig zu machen, indem sie auch weltbekannte (wenn auch furchtbare blöde, aber das mag irgendwie mit der Beliebtheit zusammenhängen) Fernsehserien übersetzen:

Es war dann zu dunkel, um noch Photos im Ort zu machen, aber er sieht ziemlich nett aus.

(Simon, deinen Tip hättest du uns ruhig einen Tag früher geben können!)

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